Hausnotruf Pflegegrad 2 AOK – Kosten & Zuschuss

März 9, 2026

Ja, bei Pflegegrad 2 übernimmt die AOK-Pflegekasse in vielen Fällen die Kosten für einen Hausnotruf, wenn eine anerkannte Notwendigkeit besteht – etwa bei Alleinleben oder erhöhtem Notfallrisiko. Die Kosten werden im Rahmen der gesetzlichen Pflegeleistungen übernommen. Bei IMPORA Hausnotruf beträgt die monatliche Miete für die Basisstation 30,35 €.

Wichtige Erkenntnisse

  • Bei Pflegegrad 2 kann die AOK die Kosten für einen Hausnotruf übernehmen.
  • Voraussetzung ist eine anerkannte Notwendigkeit (z. B. Alleinleben oder erhöhtes Notfallrisiko).
  • Die Abrechnung erfolgt über die Pflegekasse im Rahmen der gesetzlichen Leistungen (§ 40 SGB XI).
  • Die IMPORA Basisstation kostet 30,35 € pro Monat (inkl. SIM-Karte).
  • Zusatzfunktionen wie Sturzerkennung sind optional zubuchbar.
  • Der Antrag erfolgt bei der zuständigen Pflegekasse der AOK.

Zahlt die AOK einen Hausnotruf bei Pflegegrad 2?

Ja, bei Pflegegrad 2 besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Kostenübernahme für einen Hausnotruf, wenn die Versorgung zu Hause erfolgt und eine konkrete Notwendigkeit vorliegt. Grundlage ist § 40 SGB XI (Pflegehilfsmittel und technische Hilfen).

Die AOK-Pflegekasse prüft im Einzelfall, ob:

  • die Person überwiegend allein lebt oder viele Stunden täglich allein ist,
  • ein erhöhtes Sturz- oder Gesundheitsrisiko besteht,
  • im Notfall schnelle Hilfe erforderlich ist.

Ein Hausnotruf zählt zu den technischen Pflegehilfsmitteln, wenn er die häusliche Pflege ermöglicht oder erleichtert und die Selbstständigkeit unterstützt.

Wichtig zu wissen: Die Entscheidung trifft nicht die Krankenversicherung, sondern die Pflegekasse der AOK. Maßgeblich ist die individuelle Pflegesituation — nicht allein der Pflegegrad.

Voraussetzungen für die Kostenübernahme bei Pflegegrad 2

Hausnotruf Pflegegrad 2 AOK Voraussetzungen – Alleinleben, Sturzrisiko und Gesundheitsrisiko

Damit die AOK bei Pflegegrad 2 einen Hausnotruf übernimmt, müssen bestimmte persönliche und formale Voraussetzungen erfüllt sein. Der Pflegegrad allein reicht nicht automatisch aus — entscheidend ist die individuelle Lebenssituation.

Medizinische und häusliche Voraussetzungen

Ein Anspruch besteht in der Regel, wenn:

  • die Person überwiegend allein lebt oder viele Stunden täglich allein ist,
  • ein erhöhtes Sturzrisiko oder gesundheitliche Einschränkungen bestehen,
  • im Notfall keine sofortige Hilfe durch Angehörige verfügbar ist,
  • die häusliche Pflege durch den Hausnotruf abgesichert oder erleichtert wird.

Ein Hausnotruf dient dabei der schnellen Alarmierung im Ernstfall und erhöht die Sicherheit im Alltag.

Formale Voraussetzungen

Zusätzlich müssen folgende Punkte erfüllt sein:

  • Es liegt ein anerkannter Pflegegrad 2 vor.
  • Der Antrag wird bei der AOK-Pflegekasse gestellt.
  • Das gewählte System stammt von einem zugelassenen Anbieter.
  • Die Versorgung erfolgt im häuslichen Umfeld (nicht im Pflegeheim).

Hinweis: Die AOK prüft jeden Antrag individuell. In vielen Fällen wird bei Pflegegrad 2 die Notwendigkeit anerkannt, wenn ein nachvollziehbares Sicherheitsrisiko besteht.

Wie hoch sind die tatsächlichen Kosten bei Pflegegrad 2?

IMPORA Hausnotruf Kosten Übersicht – Basisstation 30,35 Euro monatlich mit Notrufarmband und Zusatzgeräten

Die tatsächlichen Kosten für einen Hausnotruf hängen vom gewählten Anbieter und den gewünschten Zusatzfunktionen ab.

Bei IMPORA Hausnotruf beträgt die monatliche Miete für die:

  • Basisstation inkl. SIM-Karte: 30,35 € pro Monat
  • Notfallarmband: 0 €
  • Optionale Zusatzgeräte (z. B. Sturzerkennung oder Zusatz-Sprechstelle) sind flexibel zubuchbar.

Wenn die AOK-Pflegekasse die Notwendigkeit anerkennt, erfolgt die Abrechnung direkt über die Pflegekasse im Rahmen der gesetzlichen Leistungen. Ob und in welcher Höhe ein Eigenanteil entsteht, hängt vom individuellen Vertrag und der gewählten Ausstattung ab.

Beispielrechnung mit IMPORA Hausnotruf

PositionBetrag
Basisstation (monatlich)30,35 €
Notfallarmband0 €
Zusatzoptionen (optional)individuell
Möglicher Eigenanteilabhängig von Bewilligung

Komfort- oder Zusatzfunktionen wie mobile Notrufsysteme oder automatische Sturzerkennung können eine zusätzliche monatliche Gebühr verursachen.

Antrag stellen bei der AOK – Schritt für Schritt erklärt

Damit die AOK bei Pflegegrad 2 die Kosten für einen Hausnotruf übernimmt, ist ein formeller Antrag bei der zuständigen Pflegekasse notwendig. Der Ablauf ist in der Regel unkompliziert und folgt klaren Schritten.

Schritt 1: Anbieter auswählen

Zunächst wird ein zugelassener Hausnotruf-Anbieter gewählt. Wichtig ist, dass das System als technisches Pflegehilfsmittel anerkannt ist und die Anforderungen der Pflegekasse erfüllt.

Beispiel: Die IMPORA Basisstation (30,35 € monatlich inkl. SIM-Karte) erfüllt die Voraussetzungen für die Nutzung im häuslichen Umfeld.

Schritt 2: Antrag bei der AOK-Pflegekasse stellen

Der Antrag kann:

  • schriftlich,
  • telefonisch oder
  • über den Anbieter gestellt werden.

Viele Anbieter unterstützen bei der Antragstellung und übernehmen die Kommunikation mit der Pflegekasse.

Schritt 3: Prüfung durch die Pflegekasse

Die AOK prüft:

  • die häusliche Pflegesituation,
  • das individuelle Notfallrisiko,
  • die medizinische Begründung.

In vielen Fällen erfolgt die Entscheidung innerhalb weniger Wochen.

Schritt 4: Genehmigung & Installation

Nach Bewilligung wird das System eingerichtet.
Die Abrechnung erfolgt – je nach Modell – direkt zwischen Anbieter und Pflegekasse.

Tipp: Eine kurze schriftliche Begründung (z. B. Sturzgefahr, Alleinleben, chronische Erkrankung) erhöht die Chancen auf schnelle Bewilligung.

Was übernimmt die AOK – und was nicht?

Bei Pflegegrad 2 übernimmt die AOK-Pflegekasse grundsätzlich die Kosten für einen stationären Hausnotruf, wenn die medizinische Notwendigkeit anerkannt wird. Dennoch ist wichtig zu verstehen, welche Leistungen typischerweise abgedeckt sind – und welche nicht.

In der Regel übernommen

  • Basis-Hausnotrufsystem für die Wohnung
  • Notrufauslösung per Armband oder Halskette
  • 24/7 Notrufzentrale
  • Technische Bereitstellung im häuslichen Umfeld

Ein klassisches System wie die IMPORA Basisstation (30,35 € monatlich) fällt in diesen Bereich.

Häufig nicht vollständig übernommen

  • Mobile Notrufsysteme für unterwegs
  • Zusatzgeräte (z. B. weitere Sprechstellen)
  • Komfortfunktionen
  • Erweiterte Technik wie automatische Sturzerkennung

Diese Leistungen gelten oft als Zusatzoptionen und können mit einer monatlichen Zuzahlung verbunden sein.

Unterschied Pflegegrad 1 vs. Pflegegrad 2 beim Hausnotruf

Ob ein Hausnotruf von der AOK übernommen wird, hängt nicht nur vom Pflegegrad ab – dennoch spielt die Einstufung eine wichtige Rolle.

Bei Pflegegrad 2 wird die Notwendigkeit deutlich häufiger anerkannt als bei Pflegegrad 1, da bereits eine erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit festgestellt wurde.

Vergleich Pflegegrad 1 und 2

KriteriumPflegegrad 1Pflegegrad 2
Einschränkung der SelbstständigkeitGeringErheblich
Anspruch auf HausnotrufMöglich, aber EinzelfallprüfungSehr häufig bewilligt
Begründung erforderlichJaJa
BewilligungschancenMittelHoch

Warum ist Pflegegrad 2 im Vorteil?

Bei Pflegegrad 2 liegt bereits eine anerkannte erhebliche Einschränkung vor. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Hausnotruf als notwendige Absicherung der häuslichen Pflege eingestuft wird.

Dennoch gilt: Die individuelle Wohn- und Betreuungssituation bleibt entscheidend.

Wann lehnt die AOK einen Hausnotruf ab?

Auch bei Pflegegrad 2 kann es vorkommen, dass die AOK-Pflegekasse einen Hausnotruf-Antrag ablehnt. Der Pflegegrad allein garantiert keine automatische Bewilligung — entscheidend ist die individuelle Notwendigkeit.

Häufige Ablehnungsgründe

Die AOK kann einen Antrag ablehnen, wenn:

  • die Person nicht allein lebt und jederzeit Hilfe verfügbar ist,
  • eine 24-Stunden-Betreuung vorhanden ist,
  • kein nachvollziehbares Notfall- oder Sturzrisiko besteht,
  • die häusliche Pflege durch andere Maßnahmen ausreichend abgesichert ist,
  • der Antrag nicht ausreichend begründet wurde.

Was tun bei Ablehnung?

Eine Ablehnung ist nicht endgültig. Betroffene können:

  • eine schriftliche Begründung nachreichen,
  • ärztliche Atteste beifügen,
  • Widerspruch gegen den Bescheid einlegen.

Oft hilft eine klar formulierte Begründung, warum schnelle Hilfe im Notfall erforderlich ist.

Praxistipp: Eine konkrete Beschreibung der Alltagssituation (z. B. „lebt allein im 2. Stock ohne Aufzug“, „wiederholte Stürze in den letzten Monaten“) erhöht die Bewilligungschancen deutlich.

Hausnotruf mit Pflegegrad 2 – Offizielle Preisübersicht (IMPORA)

Viele Menschen mit Pflegegrad 2 fragen sich: Was kostet mich der Hausnotruf konkret – mit und ohne Pflegekasse?

Hier sehen Sie die offizielle Preisstruktur von IMPORA Hausnotruf:

Monatliche Mietkosten (inkl. MwSt.)

LeistungMonatlicher Preis
Basisstation inkl. SIM-Karte30,35 €
Notfallarmband0 €
Notfall-Halskette mit Sturzerkennung9,90 €
Zusatz-Sprechstelle mit Standfuß9,90 €
Zusatz-Sprechstelle mit Ziehkordel9,90 €
NotrufMobil29,90 €
Einmalige Einrichtung NotrufMobil49 €

Alle Preise gelten pro Stück als monatliche Mietkosten.

Mit Pflegegrad 2 (AOK)

Wenn die AOK-Pflegekasse die Notwendigkeit anerkennt:

  • erfolgt die Abrechnung im Rahmen der Pflegeleistungen
  • kann die Basisstation ganz oder teilweise übernommen werden
  • Zusatzgeräte sind individuell zu prüfen

Die genaue Eigenbeteiligung hängt von der Bewilligung ab.

Ohne Pflegegrad (Selbstzahler)

  • Monatliche Basisstation: 30,35 €
  • Notfallarmband: 0 €
  • Zusatzgeräte frei wählbar
  • Keine Pflegekassenleistung

Klarstellung

Die Basisstation bildet die technische Grundversorgung für den Hausnotruf im häuslichen Umfeld. Zusatzgeräte erhöhen Komfort oder Mobilität, sind jedoch optional.

FAQ – Hausnotruf Pflegegrad 2 AOK

Übernimmt die AOK bei Pflegegrad 2 automatisch den Hausnotruf?

Nein. Pflegegrad 2 erhöht die Bewilligungschancen deutlich, aber die AOK prüft immer die individuelle Notwendigkeit. Entscheidend ist, ob eine konkrete Gefährdung besteht und der Hausnotruf die häusliche Pflege absichert.

Muss man allein leben, um Anspruch zu haben?

Nicht zwingend — aber es erhöht die Chancen erheblich. Wenn Angehörige dauerhaft im Haushalt leben und jederzeit helfen können, kann die Pflegekasse die Notwendigkeit anders bewerten.

Wie lange dauert die Genehmigung bei der AOK?

Die Bearbeitung dauert häufig wenige Wochen. Die genaue Dauer hängt von der Vollständigkeit des Antrags und der individuellen Prüfung durch die Pflegekasse ab.

Was kostet der Hausnotruf bei Pflegegrad 2?

Die IMPORA Basisstation kostet 30,35 € monatlich, das Notfallarmband 0 €. Ob ein Eigenanteil entsteht, hängt von der Entscheidung der Pflegekasse ab. Zusatzgeräte können zusätzliche monatliche Kosten verursachen.

Wird auch ein mobiles Notrufsystem übernommen?

Mobile Systeme wie das NotrufMobil (29,90 € monatlich + 49 € Einrichtung) werden nicht automatisch übernommen. Die Pflegekasse prüft, ob eine medizinische Notwendigkeit außerhalb der Wohnung besteht.

Kann die AOK den Antrag ablehnen?

Ja. Eine Ablehnung ist möglich, wenn keine ausreichende Notwendigkeit erkennbar ist oder die häusliche Situation als ausreichend abgesichert gilt. Gegen eine Ablehnung kann Widerspruch eingelegt werden.

Kann ich den Hausnotruf auch ohne Pflegegrad bestellen?

Ja. Als Selbstzahler kann der Hausnotruf jederzeit privat bestellt werden. Die monatliche Basisstation kostet 30,35 €, unabhängig von der Pflegekasse.

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