Ein Notruf von zu Hause kann entweder über die Notrufnummer 112 oder über ein Hausnotrufsystem erfolgen. Während 112 eine schnelle telefonische Hilfe bietet, ermöglicht ein Hausnotruf per Knopfdruck einen Notruf auch ohne Telefon, z. B. nach einem Sturz. Die 24/7-Notrufzentrale organisiert dann gezielt Hilfe.
Wichtige Erkenntnisse
- Ein Notruf von zu Hause kann über 112 per Telefon oder über ein Hausnotrufsystem per Knopfdruck erfolgen.
- Die 112 ist ideal, wenn eine Person selbstständig telefonieren kann.
- Ein Hausnotruf ist sinnvoll, wenn das Telefon im Notfall nicht erreichbar ist (z. B. nach einem Sturz).
- Über eine 24/7-Notrufzentrale wird gezielt Hilfe organisiert – Angehörige, Pflegedienst oder Rettungsdienst.
- Mit anerkanntem Pflegegrad kann ein Hausnotruf häufig ohne Zuzahlung genutzt werden.
- Für alleinlebende Senioren erhöht ein Notrufsystem die Sicherheit im eigenen Zuhause deutlich.
Inhaltsverzeichnis
Was bedeutet „Notruf von zu Hause“ genau?
Ein Notruf von zu Hause beschreibt jede Möglichkeit, im eigenen Wohnraum schnell Hilfe zu alarmieren. Dabei gibt es zwei grundsätzliche Wege:
- Telefonischer Notruf über 112
- Technischer Notruf über ein Hausnotrufsystem
Beide Varianten dienen der schnellen Hilfe – unterscheiden sich jedoch in der praktischen Anwendung.
Notruf über 112 – der klassische Weg
Die europaweit gültige Notrufnummer 112 verbindet direkt mit der Rettungsleitstelle.
Voraussetzungen:
- Das Telefon ist erreichbar.
- Die betroffene Person ist ansprechbar.
- Sie kann sprechen und die Situation erklären.
112 ist ideal bei akuten medizinischen Notfällen wie:
- Herzproblemen
- Atemnot
- schweren Verletzungen
Problematisch wird es jedoch, wenn:
- das Telefon nicht erreichbar ist
- die Person gestürzt ist
- keine Sprache mehr möglich ist
Notruf über ein Hausnotrufsystem
Ein Hausnotrufsystem ermöglicht Hilfe per Knopfdruck am Handgelenk oder Halsband, ohne ein Telefon benutzen zu müssen.
Das System besteht aus:
- einer Basisstation mit SIM-Karte
- einem Notrufarmband oder Notrufknopf
Im Notfall wird automatisch eine 24/7-Notrufzentrale erreicht, die die Situation einschätzt und gezielt Hilfe organisiert.
Wichtiger Unterschied
| 112 | Hausnotruf |
|---|---|
| Telefon notwendig | Knopfdruck ausreichend |
| Direkte Leitstelle | Spezialisierte Notrufzentrale |
| Nur bei aktiver Handlung möglich | Auch bei eingeschränkter Mobilität nutzbar |
| Keine Kosten (Notruf) | Monatliches Service-Modell |
Wie funktioniert ein Notruf von zu Hause?
Ein Notruf von zu Hause funktioniert über ein Hausnotrufsystem, das speziell dafür entwickelt ist, im Ernstfall schnell und unkompliziert Hilfe zu organisieren – auch ohne Telefon.
Die technischen Bestandteile
Ein Hausnotrufsystem besteht aus:
- einer Basisstation mit integrierter SIM-Karte, die unabhängig vom eigenen Telefonanschluss arbeitet
- einem Notrufarmband oder Notrufknopf, der am Handgelenk oder als Kette getragen wird
Die Verbindung zwischen Knopf und Basisstation erfolgt per Funk innerhalb der Wohnung.
Schritt-für-Schritt: Was passiert im Notfall?

- Die betroffene Person drückt den Notrufknopf.
- Die Basisstation stellt automatisch eine Verbindung zur 24/7-Notrufzentrale her.
- Über die Freisprechfunktion wird die Situation geklärt.
- Je nach Lage werden Angehörige, Pflegedienst oder Rettungsdienst verständigt.
- Hilfe wird organisiert – auch wenn die Person selbst nicht sprechen kann.
Vorteil gegenüber dem Telefon
Ein Hausnotruf funktioniert auch dann, wenn:
- das Telefon nicht erreichbar ist
- keine Kraft zum Wählen vorhanden ist
- Sprachfähigkeit eingeschränkt ist
- schnelle Reaktion erforderlich ist
Gerade nach einem Sturz kann der Notruf ohne Aufstehen oder Gehen ausgelöst werden.
Für wen ist ein Notruf von zu Hause sinnvoll?
Ein Notruf von zu Hause ist besonders für Menschen sinnvoll, bei denen im Alltag ein erhöhtes Risiko für medizinische Notfälle oder Stürze besteht. Ziel ist es, Hilfe schnell erreichbar zu machen, auch wenn niemand im selben Haushalt lebt.
Senioren, die allein leben
Viele ältere Menschen wohnen selbstständig in den eigenen vier Wänden. Ein Hausnotruf bietet hier:
- Sicherheit bei Stürzen
- Sofortige Hilfe bei Schwindel oder Kreislaufproblemen
- Entlastung für Angehörige
Gerade bei Alleinleben erhöht ein Notrufsystem die Sicherheit deutlich.
Menschen mit gesundheitlichen Risiken
Ein Notruf von zu Hause kann sinnvoll sein bei:
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Gleichgewichtsstörungen
- chronischen Erkrankungen
- eingeschränkter Mobilität
Das System sorgt dafür, dass Hilfe auch dann organisiert wird, wenn keine eigenständige Handlung mehr möglich ist.
Angehörige, die nicht vor Ort wohnen
Für viele Familien ist ein Hausnotruf auch eine emotionale Entlastung.
Wenn Kinder oder Angehörige weiter entfernt leben, bietet das System:
- Sicherheit bei Abwesenheit
- Klar geregelte Abläufe im Notfall
- Gewissheit, dass professionelle Hilfe erreichbar ist
Wann reicht 112 alleine aus?
Wer:
- dauerhaft betreut wird
- nie allein ist
- jederzeit ein Telefon griffbereit hat
kann in vielen Situationen weiterhin die 112 direkt wählen.
Ein Hausnotruf ergänzt jedoch den Schutz, wenn diese Voraussetzungen nicht immer gegeben sind.
Was kostet ein Notruf von zu Hause?
Die monatlichen Kosten für einen Notruf von zu Hause hängen davon ab, ob ein Pflegegrad vorliegt oder nicht.
Bei IMPORA Hausnotruf ist die Preisstruktur transparent und planbar.
Kosten für den Hausnotruf (zuhause)
Für die Nutzung zuhause wird eine Basisstation mit integrierter SIM-Karte benötigt. Das Notfallarmband ist im Preis enthalten.
Monatliche Kosten:
- Basisstation inkl. SIM & 24/7-Notrufzentrale: 30,35 € pro Monat
- Notfallarmband: ohne Aufpreis
Mit Pflegegrad
Mit anerkanntem Pflegegrad (häufig bereits ab Pflegegrad 1) kann der Hausnotruf unter bestimmten Voraussetzungen ohne Zuzahlung genutzt werden.
Das bedeutet: Die Pflegekasse übernimmt in vielen Fällen die monatlichen Kosten vollständig.
Ohne Pflegegrad
Ohne Pflegegrad zahlen Selbstzahler die 30,35 € monatlich selbst.
Es entstehen keine versteckten Zusatzkosten für die Basislösung zuhause.
Optional: Erweiterungen
- NotrufMobil (für unterwegs): 29,90 € pro Monat
- Einmalige Einrichtung NotrufMobil: 49 €
- Sturzerkennung (Halskette): 9,90 € pro Monat zusätzlich
- Zusatz-Sprechstelle: 9,90 € pro Monat
Ein Notruf von zu Hause ist damit keine einmalige Anschaffung, sondern ein Service-Modell mit klar kalkulierbaren Kosten.
Notruf von zu Hause vs. Notruf für unterwegs – Der direkte Vergleich

| Kriterium | Notruf von zu Hause (Hausnotruf) | Notruf für unterwegs (NotrufMobil) |
|---|---|---|
| Einsatzort | Innerhalb der Wohnung | Zuhause & unterwegs |
| Technik | Basisstation + Notrufarmband | Mobiles Gerät mit integrierter SIM |
| Verbindung | Funk zur Basisstation | Mobilfunknetz |
| Notrufauslösung | Knopfdruck am Armband | Knopfdruck am mobilen Gerät |
| 24/7-Notrufzentrale | ✔ Ja | ✔ Ja |
| Geeignet für | Personen, die überwiegend zuhause sind | Aktive Personen, die viel unterwegs sind |
| Monatliche Kosten | 30,35 € pro Monat | 29,90 € pro Monat |
| Einmalige Kosten | Keine bei Basislösung | 49 € Einrichtung |
| Pflegekassen-Zuschuss möglich | ✔ Häufig mit Pflegegrad | Abhängig von individueller Situation |
Welche Lösung ist sinnvoll?
- Wer hauptsächlich zuhause lebt → Hausnotruf ausreichend
- Wer auch unterwegs abgesichert sein möchte → NotrufMobil sinnvoll
- Für maximale Sicherheit → Kombination beider Systeme möglich
Fazit – Warum ein Notruf von zu Hause sinnvoll ist
Ein Notruf von zu Hause bietet zusätzliche Sicherheit im eigenen Wohnraum – besonders für alleinlebende Senioren oder Menschen mit gesundheitlichen Risiken.
Während die 112 im akuten Notfall jederzeit erreichbar ist, ermöglicht ein Hausnotrufsystem Hilfe per Knopfdruck, auch wenn kein Telefon erreichbar ist.
Mit monatlichen Kosten von 30,35 € – und häufig ohne Zuzahlung bei Pflegegrad – ist der Hausnotruf eine planbare Sicherheitslösung mit 24/7-Betreuung.
Häufige Fragen zum Notruf von zu Hause
Wie kann ich von zu Hause einen Notruf absetzen?
Entweder über die Notrufnummer 112 per Telefon oder über ein Hausnotrufsystem per Knopfdruck, das automatisch eine Notrufzentrale kontaktiert.
Brauche ich ein Smartphone für einen Hausnotruf?
Nein. Das System funktioniert über eine Basisstation mit integrierter SIM-Karte und benötigt kein Smartphone oder WLAN.
Was passiert, wenn ich nicht sprechen kann?
Die Notrufzentrale reagiert auch bei fehlender Antwort und organisiert Hilfe, wenn keine Rückmeldung erfolgt.
Wie weit reicht das Notrufarmband?
Das Armband funktioniert innerhalb der Wohnung über Funkverbindung zur Basisstation.
Wird der Notruf von der Pflegekasse bezahlt?
Mit anerkanntem Pflegegrad (oft ab Pflegegrad 1) kann der Hausnotruf häufig ohne Zuzahlung genutzt werden.
Ist ein Notruf von zu Hause besser als 112?
112 ist wichtig für akute Notfälle. Ein Hausnotruf ergänzt die Sicherheit, wenn das Telefon im Ernstfall nicht erreichbar ist.

