Zu Hause können verschiedene Notfälle auftreten, darunter medizinische Akutfälle wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, Stürze und Knochenbrüche, Atemnot, Vergiftungen, Verbrennungen oder starke Blutungen. Besonders gefährdet sind Senioren und alleinlebende Personen, da schnelle Hilfe im Ernstfall nicht immer sofort verfügbar ist.
Wichtige Erkenntnisse
- Medizinische Notfälle wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Atemnot können jederzeit auftreten.
- Stürze sind der häufigste Notfall im Haushalt, besonders bei Senioren.
- Auch Vergiftungen, Verbrennungen und starke Blutungen zählen zu typischen häuslichen Notfällen.
- Viele Notfälle entstehen in Bad, Küche oder auf Treppen.
- Schnelles Erkennen von Warnzeichen kann lebensrettend sein.
Inhaltsverzeichnis
Medizinische Notfälle zu Hause

Medizinische Akutfälle gehören zu den gefährlichsten Notfällen im häuslichen Umfeld, da sie oft plötzlich auftreten und schnelles Handeln erfordern. Besonders bei alleinlebenden Personen können Symptome zunächst unbemerkt bleiben.
Herzinfarkt und starke Brustschmerzen
Typische Warnzeichen sind anhaltende Brustschmerzen, Engegefühl, Ausstrahlung in Arm, Rücken oder Kiefer sowie Übelkeit oder Atemnot. Ein Herzinfarkt ist immer ein medizinischer Notfall und erfordert sofortige Hilfe.
Schlaganfall
Ein Schlaganfall äußert sich häufig durch plötzliche Lähmungen, Sprachstörungen, Sehstörungen oder Gesichtslähmung. Die sogenannte FAST-Regel hilft, Symptome frühzeitig zu erkennen und richtig zu reagieren.
Atemnot und akute Atemprobleme
Atemnot kann durch Asthma, allergische Reaktionen, Herzprobleme oder Infektionen ausgelöst werden. Auch das Verschlucken von Fremdkörpern stellt eine akute Gefahr dar.
Bewusstlosigkeit und Kreislaufkollaps
Plötzliche Bewusstlosigkeit oder ein Kreislaufzusammenbruch können Anzeichen schwerwiegender Erkrankungen sein, etwa Herzrhythmusstörungen, Unterzuckerung oder starke Blutdruckabfälle.
Unfälle im Haushalt
Neben medizinischen Akutfällen gehören Haushaltsunfälle zu den häufigsten Notfällen zu Hause. Viele entstehen durch alltägliche Situationen – oft in der Küche, im Bad oder auf Treppen.
Stürze – der häufigste Notfall zu Hause
Stürze sind besonders bei älteren Menschen eine der größten Gefahren. Rutschige Böden, lose Teppiche oder fehlende Haltegriffe im Bad erhöhen das Risiko. Mögliche Folgen sind Prellungen, Kopfverletzungen oder Knochenbrüche.
Schnittverletzungen und starke Blutungen
In der Küche kommt es häufig zu Schnittverletzungen durch Messer oder scharfe Gegenstände. Während kleine Wunden meist harmlos sind, können tiefe oder stark blutende Verletzungen schnell gefährlich werden.
Verbrennungen und Verbrühungen
Heiße Herdplatten, kochendes Wasser oder Dampf können zu schmerzhaften und teilweise schweren Verbrennungen führen. Besonders gefährdet sind Kinder und Senioren, da ihre Haut empfindlicher ist.
Stromunfälle
Defekte Elektrogeräte, beschädigte Kabel oder unsachgemäße Handhabung können zu Stromschlägen führen. In schweren Fällen drohen Herzrhythmusstörungen oder Bewusstlosigkeit.
Vergiftungen und gefährliche Haushaltsstoffe
Neben Unfällen und medizinischen Notfällen können auch giftige Substanzen im Haushalt zu ernsten Notfällen führen. Besonders Kinder, Senioren und Menschen mit eingeschränkter Sehkraft oder Orientierung sind gefährdet.
Medikamentenüberdosierung
Eine falsche Dosierung, Verwechslung von Tabletten oder die doppelte Einnahme können zu schweren gesundheitlichen Folgen führen – etwa Bewusstseinsstörungen, Herzproblemen oder Atemnot.
Reinigungsmittel und Chemikalien
Viele Haushaltsreiniger enthalten aggressive Stoffe. Beim Verschlucken oder Einatmen können sie Vergiftungen, Verätzungen oder Atemprobleme verursachen.
Kohlenmonoxid-Vergiftung
Defekte Heizungen, Kamine oder Gasgeräte können Kohlenmonoxid freisetzen – ein geruchloses, unsichtbares Gas. Symptome sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Bewusstlosigkeit. Eine Kohlenmonoxid-Vergiftung kann lebensbedrohlich sein.
Alkoholvergiftung
Auch übermäßiger Alkoholkonsum kann zu einem akuten Notfall führen, insbesondere bei älteren Menschen oder in Kombination mit Medikamenten.
Woran erkennt man einen echten Notfall?
Nicht jede gesundheitliche Beschwerde ist sofort ein Notfall. Es gibt jedoch klare Warnzeichen, bei denen unverzüglich gehandelt werden sollte, da sie auf eine akute Gefahr für Leben oder Gesundheit hinweisen.
Ein echter Notfall liegt häufig vor, wenn:
- Symptome plötzlich auftreten oder sich schnell verschlimmern
- Bewusstseinsstörungen wie Verwirrtheit oder Ohnmacht auftreten
- Atemnot, starke Brustschmerzen oder Lähmungserscheinungen vorhanden sind
- Starke Blutungen nicht von selbst stoppen
- Stürze mit Kopfverletzung oder Bewegungseinschränkung verbunden sind
Gerade im häuslichen Umfeld werden Notfallsymptome oft unterschätzt. Im Zweifel gilt: Lieber einmal zu viel als zu spät reagieren.
Wie kann man sich auf Notfälle zu Hause vorbereiten?
Auch wenn sich Notfälle nicht vollständig vermeiden lassen, kann eine gute Vorbereitung entscheidend dazu beitragen, schneller und sicherer zu reagieren. Besonders für Senioren, Alleinlebende und Angehörige schafft Vorsorge mehr Sicherheit im Alltag. Mehr Informationen dazu, was man unter Hausnotruf versteht, können zusätzlich bei der Einschätzung passender Unterstützung helfen.
- Grundkenntnisse in Erster Hilfe helfen, in den ersten Minuten richtig zu handeln.
- Wichtige Kontaktdaten sollten gut sichtbar und griffbereit sein.
- Gefahrenquellen im Haushalt wie lose Teppiche, schlechte Beleuchtung oder rutschige Böden sollten reduziert werden.
- Technische Hilfsmittel wie ein Hausnotrufsystem können helfen, im Notfall schnell Unterstützung zu organisieren – auch wenn man selbst nicht mehr telefonieren kann.
- Angehörige informieren, damit sie im Ernstfall wissen, wie Hilfe organisiert wird.
Eine durchdachte Vorbereitung kann im Notfall Zeit sparen und Leben schützen.
IMPORA Hausnotruf: Geräte und Kosten im Überblick
Ein Hausnotrufsystem kann besonders bei Stürzen, Kreislaufproblemen oder plötzlicher Schwäche entscheidend sein. IMPORA bietet modulare Geräte, die je nach Lebenssituation kombiniert werden können – sowohl für Pflegegrad-Nutzer als auch für Selbstzahler.
Die folgenden Preise sind monatliche Mietpreise inkl. MwSt..
Geräteübersicht & Kosten
| Gerät | Beschreibung | Mit Pflegegrad* | Ohne Pflegegrad (Selbstzahler) |
|---|---|---|---|
| Basisstation inkl. SIM | Zentrale Einheit mit direkter 24/7-Verbindung zur Notrufzentrale | Oft ohne Zuzahlung bei anerkanntem Pflegegrad | 30,35 € / Monat |
| Notfallarmband | Wasserdichter Notrufknopf für das Handgelenk | 0 € | 0 € |
| Notfall-Halskette mit Sturzerkennung | Automatische Sturzerkennung + Notruf | 9,90 € / Monat | 9,90 € / Monat |
| Zusatz-Sprechstelle (Standfuß oder Ziehkordel) | Erweiterte Sprachkommunikation (z. B. Bad/Schlafzimmer) | 9,90 € / Monat je Stück | 9,90 € / Monat je Stück |
| NotrufMobil (für unterwegs) | Mobiles Gerät mit GPS & Sturzerkennung | 29,90 € / Monat + 49 € einmalig | 29,90 € / Monat + 49 € einmalig |
*Bei vorhandenem Pflegegrad kann die Pflegekasse die Kosten für die Basisstation häufig übernehmen. Individuelle Voraussetzungen sind zu prüfen.
Was bedeutet „mit Pflegegrad“ konkret?
Bei anerkanntem Pflegegrad besteht in vielen Fällen Anspruch auf Zuschüsse für ein Hausnotrufsystem. Die Basisstation wird häufig von der Pflegekasse übernommen, sodass keine oder nur geringe Eigenkosten entstehen.
Zusatzgeräte wie Sturzerkennung oder mobile Lösungen gelten in der Regel als Erweiterungen und werden separat berechnet.
Für wen eignet sich welches Gerät?
- Basisstation + Armband: Ideal für die meisten Haushalte
- Mit Sturzerkennung: Für alleinlebende Senioren mit Sturzrisiko
- Zusatz-Sprechstelle: Für größere Wohnungen oder mehr Sicherheit im Bad
- NotrufMobil: Für aktive Senioren, die auch unterwegs abgesichert sein möchten
FAQ – Häufige Fragen
Welche Notfälle treten zu Hause am häufigsten auf?
Zu den häufigsten Notfällen im Haushalt zählen Stürze, plötzliche medizinische Akutfälle wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, Atemnot, Vergiftungen, Verbrennungen sowie Kreislaufprobleme. Besonders gefährdet sind Senioren und alleinlebende Personen.
Warum sind Stürze zu Hause besonders gefährlich?
Stürze können zu Kopfverletzungen, Knochenbrüchen oder inneren Verletzungen führen. Wenn Betroffene allein sind, bleibt Hilfe oft aus. Ein Hausnotrufsystem kann in solchen Situationen schnell Unterstützung organisieren.
Wie hilft ein Hausnotrufsystem bei Notfällen zu Hause?
Ein Hausnotrufsystem ermöglicht es, per Knopfdruck oder automatisch einen Notruf auszulösen. Eine 24/7-Notrufzentrale nimmt den Kontakt auf und organisiert Hilfe, auch wenn die betroffene Person nicht selbst telefonieren kann.
Welche IMPORA Geräte sind bei Notfällen besonders sinnvoll?
Für zu Hause eignet sich vor allem die Basisstation mit Notfallarmband. Bei erhöhtem Sturzrisiko bietet sich zusätzlich eine Notfall-Halskette mit Sturzerkennung an. Für größere Wohnungen können Zusatz-Sprechstellen sinnvoll sein.
Brauche ich einen Pflegegrad für den IMPORA Hausnotruf?
Nein, der IMPORA Hausnotruf kann auch ohne Pflegegrad genutzt werden. Bei anerkanntem Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse häufig die Kosten für die Basisstation ganz oder teilweise.
Ist der IMPORA Hausnotruf rund um die Uhr erreichbar?
Ja. Die Notrufzentrale des IMPORA Hausnotrufsystems ist 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche erreichbar und reagiert sofort auf eingehende Notrufe.

